Sarah #Wagenknecht, die #AfD und #Fakenews?

Da sprechen fast alle Politiker  und viele Twitterer von „Fake“-News und Facebooktrollen, die die Stimmung in diesem Land durch gezielte Falschmeldungen manipulieren. Und plötzlich kommt Sarah Wagenknecht um die Ecke und spricht über Einwanderung, Terror und Merkel und nun hyperventilieren diese Personen und (vermutlich ohne das Interview gelesen zu haben [1]) werfen Wagenknecht selbstgerecht vor, sie würde AfD Positionen vertreten. Wagenknecht würde behaupten, Merkel sei für den Terror schuld. Komische Logik. Nur weil ein Zustand angeprangert wird, den auch andere anprangern, muss man sich nicht auf die selben Lösungen einigen. Einfach: AfD und Linke können prinzipiell (genau wie CDU, CSU, SPD, Grüne etc) ja die selben Probleme erkennen, aber dennoch können sie eine andere Politik vorschlagen, um die Probleme zu lösen.

Im Speziellen geht es wohl um diesen Absatz:

(…) Stern: Ist nach Ihrer Logik Angela Merkel etwa auch für den jüngsten Terroranschlag in Berlin verantwortlich? Der Täter war ein Flüchtling aus Tunesien, der zwar schon im Juli 2015 nach Deutschland kam, aber die Überforderung der Behörden infolge des Massenansturms im vergangenen Jahr ausgenutzt hat.

SW: Es gibt eine Mitverantwortung, aber sie ist vielschichtiger. Neben der unkontrollierten Grenzöffnung ist da die kaputtgesparte Polizei, die weder personell noch technisch so ausgestattet ist, wie es der Gefahrenlage angemessen wäre. Ebenso fatal ist die Außenpolitik: die von Merkel unterstützten Ölkriege der USA und ihrer Verbündeten, denen der „Islamische Staat“ erst seine Existenz und Stärke verdankt. (…)

Quelle: linksfraktion.de

Dieser Absatz wird bei Twitter und Facebook nur auf „Merkel ist schuld“ verkürzt.

Ein dumpfes „Merkel“ ist schuld kann ich allerdings nicht erkenne. Ich erkenne eine Auseinandersetzung der Politik, die die Kanzlerin führt und ein beschreiben der Konsequenz dieser Politik. Man kann so ein Fazit über Merkels Politik ziehen, muss man aber nicht. Jedenfalls ist es differenzierter als so ungefähr alles, was die AfD sagt (Stichwort „mausgerutscht“). Ich als ehemaliges Mitglied der CDU [2] kann nur empfehlen, sich das ganze Interview durchzulesen. An dem Medienhype um ein angeblich „schwachsinnige“ Interview kann ich mich nicht beteiligen. Ich halte das Interview für differenziert und in einigen Punkten zustimmungswürdig – auch wenn ich nicht jede geäußerte Meinung und Lösung von Wagenknecht teile(n muss)!

[1]  6 in 10 of you will share this link without reading it, a new, depressing study says – The Washington Post

[2] Ich bin aus unterschiedlichen Gründen aus der CDU 2016 ausgetreten. Vor allem wegen der verfehlten Finanzpolitik, die Europa und die EU zerstört. Aber auch wegen AfD-naher Aussagen von Lokalpolitikern wie dem Bergsträßer Landrat Christian Engelhardt aus meinem alten Kreisgebiet.

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